Die Geschichte der Der Deutschen Missionen für die Armenier im Osmanischen Reich 1896-1919

In Kooperation mit dem Honorarkonsulat der Republik Armenien in Sachsen und der Nikolaikirche Lepizig wird diese Ausstellung die Forschungsergebnisse von Dr. Hayk Martirosyan zu den Deutschen Missionen für die Armenier vorstellen.
Die Ausstellungseröffnung wird mit einem gebührendem Programm gefeiert.

Zur Ausstellung:
Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Osmanische Reich von Massakern an den Armeniern erschüttert, die auch in Europa bekannt wurden. Die 1894-1896 von der osmanischen Regierung geschürten Massaker bewog einige deutsche Missionen, sich um die Überlebenden und insbesondere um die verwaisten Kinder zu kümmern. In den Stationen des bereits im Osmanischen Reich tätigen Kaiserswerther Diakonissenhauses, des Syrischen Waisenhauses sowie des Jerusalemsvereins wurden seit Juni 1896 Hunderte armenische Waisenkinder in Obhut genommen. Eine größere Zahl der Überlebenden wurde von der neu gegründeten Deutschen Orient-Mission und dem Deutschen Hülfsbund für Armenien in ihre Obhut genommen. 1909 kam zu diesen Missionen Christoffels Blindenmissison hinzu. Außerdem unterstützten deutsche katholische Kreise die Überlebenden finanziell. 1915 begann der Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich. Die Missionare der deutschen Missionen wurden zu Zeugen des Völkermordes an den Armeniern und versuchten, ihre Stationen in Orten der Hoffnung und Rettung zu verwandeln. Nachdem Ersten Weltkrieg mussten alle deutsche Missionen das Osmanische Reich verlassen.
Diese Ausstellung präsentiert die Geschichte der deutschen obengenannten Missionen unter den Armeniern des Osmanischen Reiches von 1896 bis 1919. Zahlreche zeitgenössische Fotos der führenden Persönlichkeiten der Missionen und deren Hilferufe, sowie der Stationen und Waisenkindern kümmern um die Veranschaulichung der Ausstellung. Die Ausstellung erstellte Dr. Hayk Martirosyan, Mitarbeiter des Lepsiushaus Potsdam, im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojektes über die Tätigkeit der deutschen evangelischen und katholischen Missionen im Osmanischen Reich zwischen 1896 und 1919. Die Ergebnisse dieser Forschung sind 2024 ausführlich in einer Monografie von ihm unter dem Titel »Humanismus und christliche Barmherzigkeit« in der Reihe »Gewaltpolitik und Menschenrechte« im Verlag Duncker & Humblot publiziert worden.